Wohnen

Wann Sie von einem günstigen Hypothekarzins profitieren können

Wer eine Immobilie bei einer Bank finanziert, achtet in der Regel auf die Höhe des Hypothekarzinses. Je niedriger die Hypothekarzinssätze sind, desto günstiger die Finanzierung. Doch wovon hängt die Höhe des Hypothekarzinses ab und was können Immobilenkäufer tun, um einen attraktiven Hypothekarzinssatz zu bekommen?

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Symbolbild © ArLawKa AungTun / iStock / Getty Images Plus

In den letzten Monaten und Jahren war der Hypothekarzins niedrig, was dazu führte, dass viele Menschen in der Schweiz mit dem Gedanken spielten, eine Immobilie zu erwerben. Wenn ausreichend Eigenkapital zur Verfügung steht, kann eine Immobilie tatsächlich eine lukrative Anschaffung sein. Die Werte von Immobilien steigen in der Regel und so dienen sie als sichere Anlageform. Das gilt gerade dann, wenn eine steigende Inflation droht. Zudem eignet sich eine Immobilie, um im Alter mietfrei wohnen zu können. Wie rentabel die Anschaffung ist, liegt jedoch auch an der Höhe des Hypothekarzinses, der von unterschiedlichen Faktoren abhängt.

Hypothekarzins richtet sich nach den internationalen Kapitalmärkten

Ein ganz entscheidendes Kriterium bei der Festlegung der Hypothekarzinsen ist die Situation an den nationalen und internationalen Kapitalmärkten. Banken leihen sich Gelder bei anderen Instituten sowie den Zentralbanken und müssen hierfür Zinsen zahlen. Ist der Zinssatz an den Kapitalmärkten niedrig, spiegelt sich das auch im Hypothekarzins wider, den Banken ihren Kunden berechnen.

Momentan befinden wir uns weiterhin in einer Niedrigzinsphase, so dass die Hypothekarzinssätze besonders günstig sind. Dies kann sich in den nächsten Jahren aber ändern. Wenn die Inflation ansteigt, kann es passieren, dass die Zentralbanken den Geldkreislauf knapp halten wollen. Die Folgen sind steigende Zinsen für Banken und somit auch ein Anstieg der Hypothekarzinsen für die Bankkunden.

Persönliche Bonität beeinflusst Höhe des Hypothekarzinses

Allerdings ist der Hypothekarzins auch von individuellen Faktoren abhängig. Banken prüfen bei der Vergabe von Krediten die Bonität des Kunden. Je positiver diese Überprüfung ausfällt, desto günstiger der Hypothekarzins. Das liegt daran, dass Banken für risikobehaftete Kredite höhere Hypothekarzinssätze berechnen, als für Darlehen bei denen ein geringeres Ausfallrisiko besteht.

Hypothekarzins auch vom Objektzustand abhängig

Deshalb sollten sich Kunden intensiv auf das Darlehensgespräch bei der Bank vorbereiten. Eine Aufstellung der Vermögenswerte wirkt ebenso positiv wie eine Ein- und Ausgabenaufstellung. Und natürlich ist es besonders vorteilhaft, wenn das zu finanzierende Objekt eine Wertsteigerung verspricht. Eine gute Lage und Zustand sowie ein angemessener Preis erhöhen die Chancen bei der Festlegung des Hypothekarzinses. Übrigens: Verhandeln Sie ruhig über den Hypothekarzins und vergleichen Sie die Konditionen verschiedener Banken.

Hypothekarzins: Festhypothek, variable oder Libor-Hypothek?

Bei einer Festhypothek wird der Hypothekarzins für die gesamte Laufzeit garantiert. Bei einer Libor-Hypothek oder variablen Hypothek hingegen schwankt der Hypothekarzins je nach Zinslage. Welche Vor- und Nachteile die uterschiedlichen Modelle haben, lesen Sie hier: «Alles über Festhypotheken, Libor Hypothek und variable Hypotheken.»

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